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In Erinnerungen schwelgend (I)

Ja ich dachte mir es wird mal wieder Zeit für eine neue Idee. Eine Art "Rubrik" quasi. In unregelmäßigen Abständen werd ich hier Anekdoten aus längst vergangener Zeit kundgeben, am meisten profitieren werden wohl die Leute, die mich damals schon kannten, aber auch andere finden es sicher toll. Aber was rede ich da? Ich blogge doch in erster Linie für mich selbst, also ehe ich senil etc. werde schau ich lieber in zwei Jahren hier nach und erinner mich beispielsweise an die achte Klasse:

 

Weißt du noch....

 

 

..., als ich irgendwann nach einem Türkeiurlaub - erwähnenswert, weil das Klischee von 'Schalvar' etc, sprich den weiten Pluderhosen kommt nicht von irgendwo, aye in der Türkei trägt eigentlich fast jeder eine weite Stoffhose und dazu tolle feine Lederschuhe - mit eben solchen Schuhen in die Schule kam? Ich fand sie bequem, hatte keine Lust auf meine Turnschuhe und zudem hab ich mich einfach (auch optisch) wohlgefühlt dadrin. 

Fünftklässler kamen zu mir. FÜNFTKLÄSSLER! "Warum trägst du eigentlich Frauenschuhe?" Oh, Giddy-up was hab ich wohl gemacht? Den Rest des Sommers hab ich diese fucking Schuhe getragen. Es geht da ums Prinzip. Die Aktion hat mir Respekt eingebracht, ja. Aber darum gings doch nichtmal. Oder doch? 

 

 

..., als ich das zweite Mal oder so richtig betrunken war? Das war auch wieder in der neunten Klasse. Und jeder hier kennt das vielleicht.. ich meine, wenn man ein Bierchen oder Weinchen trinkt, dann fühlt man das ja quasi beim Trinken. Okay, der eine mehr, der andere weniger. Mit zunehmendem Alter im Zweifelsfall immer weniger. Ein richtiges Greenhorn, was das Trinken betrifft, ist da natürlich noch sehr stark voreingenommen. Und wenn man noch nicht so viele Konfrontationen mit Schnaps hatte, dann setzt man eben Silvester 2000 die Bacardiflasche an und trinkt ein paar Schluck: "Meine Güte ist das scharf. Aber irgendwie merk ich nichts vom Rausch. Ich trink mehr!" Dann hab ich die halbe Flasche auf Ex getrunken. Wäre ja nicht das Problem gewesen, aber:  Das Silvesterevent war halt LAN Party bei einem.. naja.. damals noch Freund, nach dem Silvester leider ned mehr :-/. Denn: In die Wohnung zurückgetorkelt, seine Eltern da, Eltern eines anderen Kollegen da: "Na, Yilly? Biste auch schon blau?" - In between, sollte jemand von Euch diesen alten Spitznamen wieder ausgraben, verteile ich Headbutts. Auf die Nase! - Ich habe nur genickt. An den Rest erinnere ich mich nicht. Wurde mir aber danach erzählt: Wollte mich wohl hinsetzen, hab mich neben den Stuhl gesetzt, quasi ohnmächtig geworden, wurde in einen Schlafsack gepackt und hab irgendwelche Tausende von Euro teuren Teppiche vollgekotzt. Hooray. And a happy new year. 

 

..., als ich an Stoffs Geburtstag Yannic was zu Essen bringen sollte? Das war eine Story (2008). Ich weiß bis heute nicht, wie wir ca. 20 (gefühlte drölf myriaden) Leute in diese kleine Wohnung da gequetscht haben. Auf jeden Fall gabs kaum Platz. Ich hatte einen! Mein guter Freund Yannic, der hier unter seinem Alias Q  (VisitorQ, einer der besten Filme der Filmgeschichte) immer mein Gästebuch vollspammt, auch! Und wir hatten beide Hunger. Mein Vorschlag ergab auf den ersten Blick Sinn: "Hey Dude, ich hol dir was zu essen und du besetzt meinen Platz?"

Natürlich kam es wie es kommen musste, ich geh in die Küche, hau mir den bauch voll mit Würstchen etc. pp, gerate in Konversationen, gerate an ein Sandwich, noch ein Bier und torkel 20 Minuten später ins Zimmer zurück, beinahe über siebendundrölfzigtausendaffrillionengyriaden Beine stolpernd. "Hey ich bin wieder da!!! *zugedröhntes glückliches Grinsen*".

Schweigen. Nach einer Weile: "Dude...? Wo ist mein Essen?" Und für einen Moment sah ich ihn an, als hätte er mir erzählt, dass der erste Mann auf dem Mond eine Frau gewesen wäre. Dann dämmerte es mir langsam: "Oh shit!", rufend stolperte ich mich wieder in die Küche. Natürlich bei allen Anwesenden entschuldigt für das Chaos, schnell ein paar Würstchen und so auf einen Teller gepackt und stolz grinsend wieder angekommen: "Da! Dein Essen! Danke fürs Platz besetzten, Mann und Sorry nochmal!" 

Kein "Danke": Kein Lächeln. Nur Schweigen. Nach einer Weile: "Dude..? Wie lang kennen wir uns?" - "Hm.. mittlerweile drei Jahre denke ich, warum?" - "ALTER ICH BIN VEGETARIER!!" - "Oh.. Sorry.. *umdreh, stolper, mehr Entschuldigungen, dann in der Küche ankommen, die Leute betreten ansehen* Hmja der ist ja Vegetarier, hab ich wohl verpeilt, habt ihr da was für mich?" Tatsächlich wurde mir irgendein Nudelsalat gereicht. Ich war so erleichtert. SO erleichtert.  Auf dem Rückweg bin ich nicht gestolpert. Ich bin geschwebt. Geflogen, getragen von einem Engel der Erleichterung. "DUDE, ICH HABE DIR NUDELSALAT GEBRACHT!" und auch wenn ich selbst es natürlich nicht sehen konnte, hätte ich schwören können, dass das Glück auf meinem Gesicht nichtmal von einem Hund, der gerade sein Stöckchen zurück apportiert hat, übertroffen hätte werden können. Schweigen. Und ich sah auf den Teller. Sah in die Gesichter der Leute, die vor mir saßen. Sah auf den leeren - noch reservierten - Platz neben Q. Sah wieder auf den Teller: "Oh.." - "Dude, der fucking Nudelsalat ist voll von fucking Speck, wie breit bist du eigentlich?!" "Estutmirleidichholdirsofort.." "Nein, setz dich hin. Scheiß drauf. Hoffe es hat dir geschmeckt. Du derber Idiot."

Ich hatte Glück, dass meine liebreizende Nachbarin ihm dann was geholt hat. Mir nicht, aber ich war ja auch satt.

 

Es tut ehrlich gesagt ziemlich gut, mal wieder was zu schreiben. Ich meine selbst wenn Semesterferien sind und NICHTS  passiert, genug Anekdoten habe ich doch immer. Hab hier noch eine halbe Flasche von diesem leckeren Pflaumenwein oder was das ist. Und ja in einigen Jahren steht hier vielleicht sowas wie "Weißt du noch, als ich damals diesen billigen Fusel von LIDL getrunken hab?". Aber darum geht es ja nicht. Die Hauptsache ist ja das geistige Wohlbefinden. Das werd ich erreichen. Spätestens wenn ich gleich Seinfeld weiterschaue. Achja, ich hab mir eben überlegt, dass ich vielleicht aufhöre zu rauchen. Mal sehen wie ich morgen darüber denke. Jetzt rauch ich zumindest noch eine. 

 

 

These pretzels are making me thirsty!

 

Yilmaz

3.9.08 04:50


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Der ewige Kampf gegen sich selbst..

..insbesondere die eigenen Laster. Nunja, um es kurz zu fassen: Ich habe vor einer Woche mit dem Rauchen aufgehört. Ziemlich genau 168 Stunden liegt meine letzte Zigarette zurück. Die ersten Tage waren wirklich mies. Und damit meine ich jetzt nichtmal unbedingt körperliche Verzichterscheinungen - die sind ja angeblich ohnehin nicht so lang, da der Körper nach drei Tagen frei von Nikotin sein soll - nein, ich möchte einfach nach dem Essen eine Zigarette rauchen. Oder wenn ich auf die Bahn warte. Oder während ich ein Bier trinke. Direkt nach dem Aufstehen, beim Checken der Mails, Foren etc. oder auch in der Pause bei der Arbeit. Erstaunlicherweise habe ich aber die letzte Nachtschicht sehr gut herumgebracht.

Ha, nun hätt ich mich beinahe wiederholt und das Wort 'erstaunlich' zweimal in einen Satz gewurschtelt. Konsumkritiker wiesen mich jedoch hin, dass dies nicht so toll sei. Zudem ist mein Fließtext angeblich ausdrucksstark genug, um ihn nicht mit Emoticons zuzupflastern. Ergo: Ich werde in Zukunft versuchen darauf zu verzichten.

Dass dies dennoch ein unglaublich langweiliger Eintrag ist, ist mir durchaus klar, es wird auch nicht sonderlich spannender werden, denn geplant hatte ich eigentlich eine Abhandlung über Belohnungen, Erfolgserlebnisse und den neuen Burger bei McDonalds, der zwar ganz in Ordnung ist, aber den Preis nicht ganz rechtfertigt. Trotzdem: Eine Woche nikotinfrei gilt es zu feiern. Und nicht mehr lang bis zu meinem Geburtstag, den habe ich mir erstmal als Ziellinie gesetzt. Und wenn ich es bis dahin durchhalte, bin ich vermutlich ohnehin lustlos. 

Etwas traurig war ich diese Woche schon, als ich mir die letzten Seinfeld Episoden anschaute. Immerhin haben die vier sympathischen Neurotiker neun Staffeln, beziehungsweise mehrere Monate lang mein Leben immens versüßt. Ansonsten, um mal weitere private Dinge in einem kurzen Nebensatz abzuhandeln, habe ich das Gefühl, dass es durchaus alles aufwärts geht momentan, selbst wenn es noch viel zu tun gibt. Aber die richtigen Entschlüsse sind schonmal gefasst und die erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet. Mal sehen, was die Zukunft bringt.

 

Who told you to put the cheese on? Did I tell you to put the cheese on?

 

Yilmaz

10.9.08 22:50