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Merkwürdigste Träume

Ich war heute verabredet, Filmeabend bei Yannic, ein allmonatliches Ritual, wo er uns einen "aussergewöhnlichen" Film zeigen möchte. Bisjetzt habe ich fast keines der Treffen verpasst. Von den dreimal, wo es stattfinden sollte, war ich jedesmal fast da. Das sollte sich ändern und heute sollte es endlich soweit sein - so mein Plan.

 

Gegen 15 Uhr, hab ich mich nochmal auf die Couch gehauen, in der Hoffnung, irgendwie angerufen zu werden - faul, ich weiß - was ich danach geträumt habe, war so ziemlich das abgefahrenste in langer Zeit.
Vielleicht kennt ihr das, wenn man Dinge träumt, die man eigentlich erledigen muss? Ganz fies, wenn man z.B. aufstehen muss für Uni/Arbeit, weiterdöst und träumt, man würde schon längst unter der Dusche stehen, oder frühstücken.

Naja in meinem Traum war ich auf jeden Fall auf dem Weg zu Yannic. Gegen 20 Uhr bin ich los, also relativ spät, ich war stinksauer, dass Anna und stoff mich nicht angerufen haben, da habe ich mich auch nicht so sehr gewundert, dass die Briefkäste im Treppenhaus schief angeordnet waren und in meinem ein doppeltes Exemplar der MOPO war. In beiden waren genau die selben Felder des Sudokus ausgefüllt, nichtsdestotrotz schnappte ich mir eine, wollte gerade einen der beiden Kugelschreiber, die an einem Band aus rauen Fasern um meinen Hals hingen, greifen um weiterzulösen, als meine Nachbarn ins Treppenhaus kamen - den Heizkörper in der Hand.
Nachdem ich mir kurz angehört hatte, was sache ist, dachte ich mir: "Geh mal lieber zu Yannic, du kommst eh schon zu spät, zum Glück hast du genug Zigaretten für den Weg"
Ich nahm eine andere Straße, als gewöhnlich und sah schon schnell das U-Bahn Schild. "Nanu? Es sind doch noch bestimmt 50 Meter", grübelte ich, als ich jedoch um die Ecke kam, wurde aus meinem Grübeln pure Erstaunung. Denn das war nicht die vertraute Haltestelle der U3 "Hammer Kirche", von der aus man erst 3 Stationen bis zum Hauptbahnhof fahren müsste, um dort in die U1 zu steigen und mit jener Linie erstmal ziemlich lange zu fahren - irgendwann über von Anna erwähnte Kellinghusenstraße, die wohl irgendwo auf der Mitte zwischen Hauptbahnhof und Dänemark liegt.
Nein, die Station, die vor mir lag hieß "Tapsstrasse" oder so etwas.. während ich die Stufen hinunterhastete - immer 8 Stufen auf einmal, weil ich sehen konnte, dass die U-Bahn in einer Minute ankommen sollte. Merkwürdig, die Gegend, die ja nur 50 Meter von meiner Wohnung entfernt sein sollte, hatte ich noch nie zuvor gesehen. Die Penner und Obdachlosen, die sich auf dem Bahnsteig in Massen tummelten, ließen mich zwar nicht direkt unwohl fühlen, aber etwas überrascht war ich schon und letztenendes war ich auch der Grund, dass ich die Bahn nicht genau sehen konnte, als sie ankam. Sie fuhr mit ziemlicher Geschwindigkeit an und schon im Bremsvorgang rief der Bahnhofsvorsteher "Zurückbleiben bitte", ganz zu meiner Erstaunung. Ich versuchte die Tür zu öffnen, aber die Bahn fuhr ganz langsam weiter, um mich herum hörte ich andere Passagiere laut "Nein!" rufen, was mit einem weiteren trockenen "Zurückbleiben bitte" quittiert wurde. Erneut "Nein!", bis der Bahnhofsvorsteher schließlich die Nerven verlor: "Was soll das heißen??? Wer hat da gerade 'Nein' gerufen?!"
Mutig nutzte ich die Gelegenheit, um die Tür mit beiden Händen aufzureißen. Zwei ältere Herren, einer mit Glatze und Brille, der andere ein ziemlich identisches Ebenbild von Donald Sutherland sahen mich verwirrt an. Der Zug fuhr weiter. Ich machte einen Satz hinterher, versuchte nochmals, die sich schon wieder schließenden Türen auseinanderzureißen und einen mutigen Satz in den Waggon zu machen. Diesmal mit mehr erfolg! Ich konnte einen Fuß hineinsetzen, der andere hing weiter in der Luft und ich schwankte. Todesangst jetzt, da der Zug immer schneller fuhr, aber ich konnte die Türen ein letztesmal bezwingen. Mit einem Gefühl von Triumph glättete ich meinen Anorak, sah kurz grinsend zu Donald Sutherland und hielt mich zitternd an der Haltestange des kleinen schäbigen Waggons fest. "Geschafft. Nur eine Haltestelle  bis Kellinghusenstraße, sieht so aus, als würde ich letztenendes doch noch pünktlich kommen. Sobald ich da bin, muss ich Anna dringend erzählen, wie dumm sie doch ist, immer die U3 zu nehmen, wenn es auch viel schneller geht", dachte ich mir, öffnete die Augen und blinzelte verwirrt, denn die Uhr in der rechten unteren Ecke des Desktops, die ich aus meiner liegenden Position auf der Couch gerade so erkennen konnte, zeigte an, dass es gerade Mitternacht vorbei war.

Vielleicht ein andermal, Yannic!

 

down the telegraph road

 

Yilmaz

16.1.09 01:00
 


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